Stadtspaziergang - Street Art & unberührte Natur in Floridsdorf - streetartbooks.eu


 

Stadtspaziergang - Street Art & unberührte Natur in Floridsdorf

FLORIDSDORF S+U - 1210 - FLORIDSDORF S+U
Start / Ziel: 1210, Franz-Jonas-Platz, U6/S-Bahn Floridsdorf
Länge: 6,7 km
Zeit zu Fuß ohne Bus: ca. 2h


Der 21. Bezirk, Floridsdorf, wird von den 'diesseits der Donau' lebenden WienerInnen oft unterschätzt. Wobei 'diesseits' natürlich relativ ist und Transdanubien auch auf der südwestlichen Seite der Donau sein könnte.

Unser heutiger Stadtspaziergang führt vom Bahnhof U6/S-Bahn Floridsdorf in die Stadtwildnis und vorbei an bemerkenswerten Street Art Werken.

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Wir starten unsere Tour in Floridsdorf. Der Bahnhof ist wunderbar mit der U6 erreichbar, aber noch schneller sogar mit der S-Bahn, je nachdem, von wo man anreist.
Am Bahnhofsvorplatz hat man ein wenig das Gefühl, in Berlin Neukölln zu sein.
Das Gewusel und die Architektur erinnern schon sehr an den Herrmannplatz.

Floridsdorf - Bahnhofsvorplatz - Turek Center

Wir bleiben aber in Wien.

Nur wenige Meter von hier befindet sich eine Bahnunterführung, das ein Street Art Werk von FRAU ISA und CONE (THE WEIRD) ziert und auf das Flair und die verschiedenen Geschäfte im Viertel und Bezirk anspielt:

Mural - Cone & Frau Isa
Mural - Cone & Frau Isa

Von hier aus, der Schloßhofer Straße, wandern wir entweder zu Fuß über die Freytaggasse die Leopoldauer Straße entlang, oder nehmen den Bus 29A in Richtung Großfeldsiedlung.
Kalifornisches Flair kommt bei den vielen Strip Malls auf, die der autofahrenden Bevölkerung hier Geschäfte und Restaurants mit Parkplatz bieten.

Wer sich auch das genauer ansehen mag, findet auf der Fassade eines Waschsalons auch ein Mural vom slowakischen Street Artist DOKE.
Dieser ist bekannt für seine Tutorial Videos über den Umgang mit Spray Cans und Graffiti Techniken generell. Das Making Of Video zu seinem Werk in Wien gibt es hier zu sehen:

Gegenüber des Murals befindet sich auch die Bushaltestelle Sebastian Kohl Gasse (29A), falls wir mit dem Bus ankommen. Von hier spazieren wir weiter in die Angyalföldgasse.
Entlang der stark befahrenen Straße befindet sich auf der rechten Seite ein Radweg, der in eine verkehrsberuhigte Nebenstraße für FahrradfahrerInnen und FußgängerInnen führt und die gerade im Herbst sich von ihrer schönsten und buntesten Seite zeigt.
AngyalföldstraßeQuarzweg

Zwischen den Häusern tun sich dann auf der rechten Seite plötzlich waldartige Lichtungen auf, die zum Grünzug Donaufeld gehören.
Diese verwaldeten Flächen sind auch im Gstett’n-Führer der Wiener Umwelt Anwaltschaft zu finden, den man dort kostenlos downloaden kann.
Laut diesem sind die Flächen aufgrund des Schotterbaus in der Nachkriegszeit entstanden (vgl. Gerhard Desbalmes, Iris Tichelmann und Wilfried Doppler/ Wiener Umweltanwaltschaft, 7. Auflage 2020, S. 41).

Grünzug DonaufeldGrünzug DonaufeldGrünzug Donaufeld

Grünzug Donaufeld
Wenn wir den Waldweg entlang geradeaus gehen, kommen wir später in eine Neubausiedlung mit Spielplatz, Gastronomie und Supermarkt.
Die Kontraste zwischen Natur und bebautem Gebiet machen den Reiz dieser Stadtwildnis Grünflächen aus.
Siedlung am Grünzug Donaufeld

Wenn wir allerdings links abbiegen, führt der Weg durch eine etwas dunkel anmutende Unterführung, die aber in ein noch größeres Grüngebiet führt.

Unterführung - Grünzug Donaufeld

Grünzug Donaufeld

Spazierende Menschen - Grünzug Donaufeld

Irgendwann lichtet sich der Wald wieder und wir stehen auf dem Satzingerweg, inmitten von schon länger bestehenden und ganz neu entstandenen Wohnsiedlungen, die alle an bis heute bewirtschaftete Felder grenzen. Von hier aus hat man auch freie Sicht auf den DC1 Tower und die Skyline der Donau City.

Satzingerweg
Satzingerweg

Satzingerweg

Entlang der Felder führt ein Rad- und Gehweg durch den Teresa-Tauscher-Park, einem Naturjuwel, das besonders an den herbstlichen Sonnentagen viele SpaziergängerInnen ins Freie lockt.

Teresa-Tauscher-Park
Tipp: unbedingt eine Kamera mitbringen!

Siedlung am Teresa-Tauscher-Park

Teresa-Tauscher-Park
Teresa-Tauscher-Park
Teresa-Tauscher-Park

Am anderen Ende des Parks befindet sich dann wieder die Leopoldauer Straße.

Bevor wir den Rückweg zu Fuß oder wieder mit dem Bus 29A antreten und unser Stadtspaziergang wieder am Floridsdorfer Bahnhof endet, kommen wir noch an einem neuen Murals von TWOOO vorbei.

Mural - TWOO

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